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Wer wir sind

"Freiheit ist für jedes Wesen der ungestörte vollkommene Gebrauch seiner Kräfte, der volle Ausdruck der eigensten eingeborenen Gesetzlichkeit. So ist denn das Freidenkertum nichts anderes als das unbehinderte und unverirrte, das naturgesetzliche und richtige Denken des Menschen.", formulierte der Mitbegründer des Deutschen Freidenkerbundes Dr. Albert Dulk in seinem Kongreßvortrag zur Gründung 1881 in Frankfurt.

Seither gibt es ein organisiertes Freidenkertum in Deutschland, eine Bewegung, die klar formulierte, nicht nur "frei in der Religion" wie die Freireligiösen sondern "frei von der Religion" zu sein.

Der Bevormundung durch die großen Kirchen, ihrer Missionierung stellten und stellen die Freidenker die Verantwortung des Menschen für die eigene Lebensgestaltung entgegen. Es ist ein Anliegen des Freidenkerverbandes, daß sich möglichst viele Menschen eigenverantwortlich ihres Verstandes frei bedienen. Ein nichtreligiöses, rationales Weltbild, eine Welt- und Selbsterkenntnis auf der Höhe der Zeit und der Wissenschaft soll uns individuell dazu befähigen, für die freie Selbstverwirklichung des Menschen einzutreten, für ein gemeinsames Leben ohne Bevormundung und Fremdbestimmung, Ausbeutung und Unterdrückung. Politik muss sich an den Überlebens- und Entwicklungsbedürfnissen der Menschheit als humaner Qualität orientieren und diese nicht Machtstreben und Profiterwartung unterordnen.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist die Vorstellung einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ohne Krieg und Rassismus in weitere Ferne gerückt. Erstmals seit 1945 beteiligte sich Deutschland wieder an einem Krieg.

Wir Freidenker halten weiterhin an unseren Positionen fest: gegen Militarismus, Faschismus, gegen die Heiligsprechung des Kapitalismus – und setzen uns ein für ein solidarisches Miteinander aller Menschen.

Mit religiösen Menschen suchen wir den Dialog und kulturvollen Meinungsstreit. Wir wollen keine Missionierung, sondern die Konfrontation der Ideen zum Zweck der Kooperation im Handeln – für das Überleben und die gemeinsame Zukunft der Zivilisation.

Die Kultur des demokratisch-humanistischen Denkens zu pflegen und weiterzuentwickeln, darin sehen wir zeitgemäße und unverzichtbare Aufgabe des freien Denkens heute.

Natürlich braucht wer frei denken möchte, dazu nicht zwangsläufig eine Organisation. Der Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen, der Verteidigung der Vernunft und dem Eintreten für die Emanzipation des Menschen nützt jedoch ein stärkerer Freidenkerverband.

Deshalb möchten wir auch Sie gerne als Mitglied, das seine Erfahrungen und Vorschläge, seine Ideen und Phantasie einbringt, gewinnen.


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